
Geschichte des Fanclubs
Unsere Geschichte beginnt in der Mitte der Neunzigerjahre. Die Stars des einheimischen Eishockey hiessen damals noch Tosio, Hollenstein, Bykow usw…
Es wurde in der Allmend, dem Hallenstadion oder in der Hertihalle gespielt. Die Playoff-Serien wurden in best of 5 ausgetragen und Kloten hiess der amtierende Schweizermeister. Wie dem auch sei, in jener Zeit bildeten sich die ersten Grüppchen, welche den Kern unseres Fanclubs ausmachen. Schulfreunde gingen gemeinsam an die Heimspiele des SC Bern. Sie lernten Leute kennen oder brachten auch mal andere mit ins Stadion, die sie halt sonst noch so kannten. In dieser Anfangsphase war das Highlight sicherlich der Gewinn der Meisterschaft im Frühjahr 1997 gegen den EV Zug. Für die meisten von uns war es der erste Titel, welchen wir Life im „public viewing“ in der Allmend miterleben durften. Auch die anschliessende Meisterfeier im Stadion und der Umzug (Damals vom Rathaus zum Bundesplatz) war für viele eine Premiere.
Zu beginn des neuen Jahrtausend als die „alten“ Stars (Leuenberger, Tosio, Montandon, Rauch, usw..) das Team verliessen oder Ihre Karriere beendeten, begannen unsere Schulfreunde ihre Berufsausbildung. So kam es, dass wieder neue Leute den Anschluss an unsere Gruppe fanden. Zu dieser Zeit, 2004, erlebten wir den 2. gemeinsamen Titelgewinn. Der unvergessliche Match in Lugano (Die Tessiner glichen kurz vor Schluss des Spiels noch aus) sollte einen neuen Helden zu Tage bringen. Unser Zauberfloh Marc „Mägi“ Weber wurde mit seinem Meisterschuss aus vollem Lauf von der Blauen Linie zur Legende. Der Titel war Tatsache und die Meisterfeier konnte beginnen. Damals, während der Wartezeit in welcher die Leute auf die Rückkehr der Meisterhelden warteten, entstand auch der abgeänderte Songtext des Plüsch Klassikers „Heimweh“:
„…u ig bi wiit wäg vo deheimä, ire Stadt woni nid wot si! …LUGANO!“
Dieser ist bis heute legendär und wird an jedem Heimspiel mitgesungen. Nach einer durchfeierten Nacht führte der Meisterumzug vom Münsterplatz auf den Waisenhausplatz. Allen bekannt dürfte da sicher noch die herrliche Gesangseinlage einer gewissen Legende namens Sébastien Bordeleau sein.
Nach diesem Meistertitel kamen die ersten Gedanken hoch, man könnte doch einen Fanclub gründen. In der folgenden Saison konnte sich Bern dank dem NHL-Lockout mit solch klingenden Namen wie Daniele Briere oder Dan Heatly verstärken. Dennoch war die Saison nur mittelprächtig erfolgreich. So vergingen einige Jahre und die Gedankenspiele rund um das Thema Fanclub konkretisierten sich, bis dann schliesslich irgendwann der Name „Stuefe10“ geboren war.
Warum aber „Stuefe10“?
Nun das ist im Prinzip ganz simpel, wenn man im Stadion unten auf der Stehrampe ist und beginnt die Stufen hoch zu steigen, kann man erkennen, das jede 2. Stufe eine Nummer hat. Wir standen von Beginn weg auf der 10. Stufe also: „Stuefe10“
Ungefähr ab der Saison 06/07 hat sich der Name soweit etabliert, dass wir ihn unter uns und auch gegenüber anderen verwendeten. Sportlich gesehen war diese Spielzeit eigentlich gar nicht mal sooo schlecht. Die Meisterschaft ging erst im 7. Finalspiel in Davos mit 0:1 verloren.
Sportlich gesehen war das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends eher durchzogen. Meistens in der Qualifikation Top und in den Playoff’s naja. Dennoch konnten sich in dieser Zeit einige neue Spieler in die Herzen der Fans spielen. Namen wie, Bührer, Rüthemann, Plüss, Jobin usw… sind uns allen noch in bester Erinnerung.
Einen weiteren grossen Schritt in Richtung Fanclub gingen wir im Sommer/ Herbst 2009 mit der Gestaltung unseres Logos und dem Kauf unserer Fahne. Die Fahne wurde gerade rechtzeitig zu den Playoff’s fertiggestellt. Im Final gegen Genéve-Servette ging es hin und her, so dass ein siebtes Spiel nötig werden sollte. Dabei gelang es den Mutzen endlich wieder mal einen Titel vor eigenem Publikum zu gewinnen.
Die Anschliessende Meisterfeier auf Berner Eis und am Meisterumzug vom Bärengraben auf den Bundesplatz wurden von unseren Freunden voll ausgekostet.
Nach Beginn der Neuen Saison 2010/2011 war es dann so weit. An einem Samstagnachmittag dem 10.10.2010 gründeten 10 anwesende Gründungsmitglieder, im Presseraum, im Bauch der Allmend, den Offiziellen Fan Club «SCB Fans Stuefe10»
Bei dieser Gründung wurde eine Vereinbarung zwischen unserem Fanclub und dem SC Bern unterschrieben. Darin verpflichten wir uns den SC Bern gewaltfrei und ohne politischen Gesten zu unterstützen. Im Gegenzug können wir unsere Meinung zu diversen Themen, als Fanclub in regelmässigen Sitzungen dem SCB kundtun.
In der laufenden Saison, kam es in den Playoff’s zur ersten Serie überhaupt gegen die Tiger aus Langnau. Unser Kantonsrivale hatte da aber keine Chance. Wir holten uns die Serie ohne Probleme mit 4:0. Der Titelverteidiger war auf Kurs! Der Halbfinal ging gegen Kloten nach einem 0:3 Rückstand konnten wir uns noch in die Belle retten. Da allerdings waren die Klotener zuhause einfach unbezwingbar. So konnten sich unsere Freunde der Familienplanung und dem Heiraten widmen. Auch die Zahl der Mitglieder unseres Fanclubs stieg weiter an.
Die folgende Saison 11/12 startete durchzogen. So kam es, dass unser Meistertrainer Larry Huras zu unser aller Erstaunen entlassen wurde. Neu wurde die Mannschaft von Antti Törmänen geführt. Und dieser schlaue Finne brachte es tatsächlich fertig das Team zu fangen und in die Playoff’s zu führen. Den letztjährigen Finalisten Kloten, war im Viertelfinal eine kleine Hürde. Im Halbfinal trafen wir auf unseren Erzfeind die Drachen aus Fribourg. Da sollte ein gewisser Roman Josi mit einem knackigen Check ein erstes Ausrufezeichen in seiner Jungen Karriere setzten. Im Final Trafen erstmals die beiden Einflussreichsten Eishockey Teams des Landes aufeinander. Die beiden Grössten Stadien, mehr Zuschauer in einer Finalserie gab es noch nie! Hauptstadt gegen Wirtschaftsmetropole, Bären gegen Löwen. Die Zeitungen überschlugen sich mit Berichten zum Jarhundertfinal. Die Mutzen schienen die Serie zu kontrollieren nach den Ersten 3 Spielen führten Sie mit 3:0! Zürich schien am Boden. Unserer Freunde machten sich auf nach Zürich um den vermeintlichen Gewinn der Meisterschaft Live vor Ort zu erleben! Doch es kam anders als erwartet. Der Z putzte uns mit 5:1 aus dem Hallenstadion. So blieb als Highlight höchstens die Antwort auf die Frage:
«Sie? Hocked Sie au mal ab?»
Und tatsächlich, es kam wie es kommen musste, Züri gewann auch Spiel 5 und 6. Es kam zur Belle in der Allmend. Die mutzen haben die Möglichkeit vor eigenem Publikum den Titel doch noch zu hohlen. Lange, sehr lange sah es gut aus. Das 1:1 wurde auch in der letzten Spielminute noch positiv bewertet. Die Verlängerung sozusagen die Belle der Belle, konnte kommen. Noch ein Bully vor Bührer, rund 4 Sekunden vor Schluss, die Nerven unserer Freunde gespannt wie Drahtseile. Der Linesman wirft die Scheibe ein, Gerangel vor dem Tor und dann wurde es totenstill in der Allmend! 2.5 Sekunden vor Schluss brachten es die Zürcher fertig dieses kleine, runde, schwarze Mistding doch noch über die Linie zu würgen! Zürich war Meister, unserer Freunde den Tränen nahe.
Für alle die damals in der Allmend anwesend waren, wird dies wohl für immer, die Mutter aller Niederlagen bleiben!
In die Saison 12/13. starteten die Mutzen mit einem Fehlstart. Dank dem NHL Lockout und den dadurch ermöglichten Zuzügen von Roman Josi, Mark Streit und John Tavares gelang es dem Team doch noch sich zu fangen und die Playoff-Quali zu erreichen. Nach der letztjährigen Finalniederlage waren alle heiss auf Widergutmachung. So merkte man den Abgang der 3 Stars in die doch noch beginnenden NHL. Die Serie gegen Genf war harzig, die Mutzen lagen nach 4 Spielen mit 1:3 hinten. Danach gelang die Wende und der Einzug in den Halbfinal. Auch dieser war harzig, 2:3 Stand die Serie zwischenzeitlich gegen den EV Zug. Aber unsere Mannschaft konnte sich durchsetzen und Stand im Final gegen den Qualisieger!
Der Final gegen Fribourg-Gotteron war ein Highlight beidseitig der Sense! Die Erzfeinde stehen sich in voller Montur gegenüber. Drachen gegen Bären, Schwarz Weis gegen Schwarz Gelb Rot, Deutsch gegen Weltsch! Die Mutzen gingen in der Serie mit 2:0 in Führung. Doch Gotteron kann reagieren, nach 4 Spielen steht die Serie 2:2. Unsere Freunde erleben Spiel 5 live im Stadion in Fribourg. Neben dem 3:2 Sieg der Mutzen, sind auch die liegende Hinfahrt und das Hupkonzert nach dem Spiel durch Bern, sowie die Kriegsbemalung einiger Schlachtenbummler waren die Highlights des Tages! Zudem hatten die Mutzen die Chance den 13. Titel zuhause zu gewinnen!
Was in diesem Spiel 6 in Bern abging, sollte in die Geschichte eingehen! Gleich mit 5:1 wurden die Drachen aus der Allmend gefegt. Der Titel war Tatsache! Die Feier konnte beginnen! In dieser Feier kam es zur legendären Szene mit Tristan Scherwey und dem brennenden Fribourg-Schal eines unserer Mitglieder. Diverse Bilder mit Meisterspieler, Medaillen, Ausrüstungsgegenstände und dem Pokal geistern in der Fotogalerie noch immer umher. Die letzten unter unseren Freunden verliessen die Allmend erst als es bereits wieder dämmerte.
Der darauffolgende Meisterumzug erfolgte erneut vom Bärengraben auf den Bundesplatz. Auch da bescherten I-Phones und Digitalcams uns noch einige Bilder für in die Galerie. Den Abschluss der Feierlichkeiten begingen wir schon fast traditionell im Restaurant Gutgelaunt in Bern.